Rondane-Nationalpark: Heimat wilder Rentiere
Der Rondane-Nationalpark (norwegisch: Rondane Nasjonalpark) ist der älteste Nationalpark Norwegens. Mit seinen hohen Gipfeln, weiten Hochebenen und wilden Rentieren bildet er eine der beeindruckendsten Landschaften Norwegens. Wer Norwegen abseits der typischen Touristenspots erleben möchte, ist hier genau richtig.
- Ältester Nationalpark Norwegens, gegründet 1962.
- Bietet einen wichtigen Lebensraum für wilde Rentiere.
- Beliebtes Ziel für Wanderungen und Skitouren.
- Besonders durch die markante Berglandschaft, mit mehreren Gipfeln über 2000m.
Warum Urlaub im Rondane-Nationalpark?
Der Rondane-Nationalpark ist ein echter Geheimtipp unter Norwegens Nationalparks. Anders als in umliegenden, bekannteren Regionen – wie dem Dovrefjell-Sunndalsfjella- oder Jotunheimen Nationalpark – findest du hier deutlich weniger Tourismus und kannst die Ruhe des Hochgebirges vollkommen genießen. In den weiten Hochebenen und ruhigen Tälern findest du den perfekten Ort für einen erholsamen Urlaub mit dem gewissen Abenteuer-Feeling.
Wo liegt der Rondane-Nationalpark?
Der Rondane-Nationalpark liegt in Ostnorwegen, ungefähr mittig zwischen den Städten Oslo und Trondheim, dabei umfasst er eine Fläche von ungefähr 963km zwischen den Tälern Gudbrandsdalen im Westen und Österdalen im Osten. Von Oslo aus ist der Nationalpark in vier bis fünf Stunden mit dem Auto oder Zug zu erreichen – eine gute Anbindung zu einem so beeindruckenden und abgeschiedenen Ort in Norwegen.
Die beste Reisezeit für Rondane-Nationalpark
Die beste Reisezeit für einen Besuch im Rondane-Nationalpark hängt stark von den geplanten Aktivitäten ab.
- Im Sommer (Juni bis August) hast du die besten Chancen auf angenehme Temperaturen für lange Wanderungen, solltest aber dennoch auf plötzliche Wetterwechsel eingestellt sein.
- Im Herbst (September bis Oktober) verwandelt sich die Hochebene in ein absolutes Paradies – die Landschaft färbt sich überall in den schönsten Gelb- und Rottönen, die Foto- und Wanderbegeisterte staunen lässt.
- Im Winter (Dezember bis März) findest du im Rondane-Nationalpark die perfekten Bedingungen für ausgiebige Skitouren in ruhiger Landschaft. Die Hochebene ist zu dieser Zeit meistens Schneebedeckt und bietet die optimalen Bedingungen für erfahrene Wintersport-Begeisterte.
Klima und Wetter
Das Klima im Rondane-Nationalpark ist typisch für das norwegische Hochgebirge: durch die geschützte Lage fällt hier weniger Niederschlag als in anderen Regionen Norwegens. Trotzdem ist das Wetter im Rondane-Nationalpark stets wechselhaft, auch hier können sich Regen, Sonne und Nebel in kürzester Zeit abwechseln.
Das Hochgebirgsklima zeichnet sich durch kühle Sommer, mit Temperaturen zwischen 10 und 17 Grad aus, selten werden es hier über 20 Grad. Die Winter sind kalt, oft mit Temperaturen um die -20 Grad und reichlich Schnee – eine gute Ausrüstung ist hier unverzichtbar.

Die passende Kleidung
Im Hochgebirge ist die richtige Outdoor-Kleidung besonders wichtig, gerade für mehrtägige Wanderungen sollte man auf jedes Wetter vorbereitet sein. Auch für Kinder gibt es die passende Ausrüstung für große und kleine Abenteuer in der Natur. Mit der Rondane-Kollektion von Vaude gibt es das passende Outfit für den Rondane-Nationalpark.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten: Wandern, Langlauf etc.
Wandern im Rondane-Nationalpark
Die gut markierten Wanderwege im Rondane-Nationalpark bilden die perfekte Grundlage für Wanderungen jeder Schwierigkeitsstufe. Von einfachen, familienfreundlichen Touren bis zu mehrtägigen Wanderungen durch die Weiten des Hochgebirges ist alles dabei. Beliebte Ziele sind dabei Gipfelwanderungen zum Storronden, die Wasserfälle Storulfossen und Ulafossen und die Hüttenwanderung zur Peer Gynt Hytta.

Peer Gynt-Hytta
Die Peer Gynt-Hytta gehört zu den Hütten des norwegischen Wandervereins DNT und bietet Übernachtungsmöglichkeiten für Wanderfreunde, die sich selbst versorgen wollen. Benannt nach dem legendären Rentierjäger Peer Gynt liegt die Hütte in malerischer Landschaft und ist ein optimaler Startpunkt für viele Wanderungen durch den Nationalpark.
Wintersport: Skitouren und Langlauf
Im Winter verwandelt sich der Rondane-Nationalpark zu einem Paradies für Wintersport-Begeisterte. In den weiten der Hochebene findest du viele Möglichkeiten für ausgiebige Skitouren, umgeben von den besonderen Gipfeln des Nationalparks. Sowohl längere, anspruchsvolle Gipfelbesteigungen als auch entspanntere Langlauf Strecken auf vorgegebenen Loipen. Eine gute Vorbereitung ist dabei unumgänglich, denn die hohen Gipfel sind im Winter aufgrund ihrer Höhe durch Lawinen gefährdet. Der Park bietet passende, gut markierte Strecken für Anfänger und Erfahrene Skitouren- und Langlauf-Fans die Lust auf eine atemberaubende Zeit in den Bergen haben.

Rondeslottet: Der höchste Gipfel im Rondane-Nationalpark
Der Gipfel Rondeslottet ist mit seinen 2.178 Metern der höchste im Rondane-Nationalpark. Neben den anderen 2.000er Gipfeln ist der Rondeslottet ein beliebtes Ziel für erfahrene Bergsteiger. Am Gipfel angekommen hat man einen einzigartigen Panorama-Blick über das Rondane-Gebirge, mit etwas Glück kann man sogar bis zu den umliegenden Gebirgen Jotunheimen und Dovrefjell schauen.
Wasserfälle: Vesleulfossen, Storulfossen
Neben den hohen Gipfeln und der weiten Landschaft bietet der Rondane-Nationalpark mehrere beeindruckende Wasserfälle. Zu den bekanntesten Wasserfällen gehören der Vesleulfossen und Storulfossen, die beide im Ula-Tal liegen. Auch wenn die Wasserfälle das ganze Jahr über beeindruckend sind, lohnt sich ein Besuch im Frühling, kurz nach der Schneeschmelze, wenn das Wasser besonders wild über Felsen und Schluchten im Tal fließt.

Wilde Rentiere
Während die Rentiere der Samen halbwild in Norwegens Natur leben, gibt es im Rondane-Nationalpark eine der letzten wilden Rentierherden Norwegens zu beobachten. In den weiten Hochebenen des Rondane-Nationalsparks suchen sie nach Nahrung, vor allem die „Rentierflechte“ wächst hier in großen Mengen. Um die wilden Rentiere zu beobachten braucht es immer etwas Glück und Geduld – denn die Tiere vermeiden den Kontakt zu Menschen. Umso wichtiger ist es sich dementsprechend ruhig zu verhalten und Abstand zu halten, um die Rentiere in ihrem sicheren Rückzugsort zu schützen.

Unterkünfte im Rondane-Nationalpark
Im Rondane-Nationalpark findest du eine Auswahl der in Norwegen verbreiteten DNT Hütten des norwegischen Wandervereins. Diese bieten sowohl bewirtschaftete, als auch nicht-bewirtschaftete Hütten an, die sich perfekt als Ausgangspunkt für vielfältige Wanderungen eignen. Die Rondvassbu-Hütte ist die größte bewirtschaftete Hütte im Park und ist nur zu Fuß oder mit dem Boot zu erreichen – ein ganz besonderes Erlebnis mitten in der Natur.
Neben der Auswahl an DNT-Hütten gibt es auch private Unterkünfte zu mieten, wie die Rondane Rive Lodge oder die Rondane Fjellstue, welche beide etwas mehr Komfort als die typischen Hütten zu bieten haben. Auch das Spidsbergseter Resort bietet eine wunderschöne Übernachtungsmöglichkeit – hier gibt es neben den vielen Aktivitäten vor Ort, auch die Möglichkeit direkt auf Reit- und Radtouren zu starten.
Im Rondane-Nationalpark findet sich für jeden Reisetypen die richtige Unterkunft – von rustikal bis komfortabel ist alles dabei, und in jedem Fall eine Menge Natur und Ruhe.
Camping im Rondane-Nationalpark
Camping in Norwegen ist durch das Jedermannsrecht (norwegisch: Allemansretten) fast überall erlaubt. Auch im Rondane-Nationalpark darf man an vielen Orten im Zelt übernachten, solange man dabei Rücksicht auf die Natur und die wildlebenden Tiere nimmt. Durch das Jedermannsrecht hat man die Möglichkeit an den schönsten und abgelegensten Orten zu übernachten und die Stille des Hochgebirges zu erleben.
Für alle, die sich das Campen in der freien Natur nicht zutrauen, gibt es entlang des Rondane-Nationalparks mehrere ausgewiesene Campingplätze – für Zelte, Camper und Wohnmobile ist alles dabei.
Anreise zum Rondane-Nationalpark
Anreise mit Auto und Fähre
Allgemein bietet sich die Anreise mit dem eigenen Auto an, um in Norwegens weiter Landschaft möglichst flexibel unterwegs zu sein – vor allem wenn man mit Hund nach Norwegen reist, ist das Auto wahrscheinlich die beste Wahl. Von Deutschland und Dänemark aus empfiehlt es sich eine Fähre nach Oslo oder Larvik zu nehmen – von dort aus erreicht man den Rondane-Nationalpark in wenigen Stunden.
Mit dem Auto lassen sich viele Ausgangspunkte für Wanderungen in Rondane erreichen, und man hat die Flexibilität für spontane Erkundungen rund um den Nationalpark.
Anreise mit dem Flugzeug
Hat man eine weitere Anreise nach Norwegen, kann man auch mit dem Flugzeug nach Norwegen reisen und anschließend mit einem Mietwagen oder dem Zug weiter zum Rondane-Nationalpark fahren. Für eine Reise zum Rondane-Nationalpark bietet sich der Flughafen in Oslo an, alternativ kann man sich auch über Verbindungen zum Flughafen in Trondheim informieren, wenn man sich noch weitere Gebiete auf dem Weg nach Rondane anschauen möchte. Sowohl mit dem Auto als auch mit dem Zug braucht man von Oslo vier bis fünf Stunden, um zum Nationalpark zu gelangen.