Reise nach Kopenhagen – Der Travel Guide
Ob für einen Kurzurlaub am Wochenende oder eine entspannte Familienreise – im „hyggeligen“ und grünen Kopenhagen kommt jeder voll auf seine Kosten. Hier findest du den Travel Guide für deinen Kopenhagen Trip – von der Anreise bis zur Unterkunft.
- Beste Reisezeit: Mai bis September für Outdoor-Aktivitäten
- Anreise: Flug, Zug (z. B. Hamburg–Kopenhagen in <5 h), Auto mit Fähre
- Sehenswürdigkeiten: Nyhavn, Tivoli, Amalienborg, Rundetårn, Christiania
- Aktivitäten: Fahrradtouren, Kanalrundfahrten, Shopping auf Strøget

Kopenhagen ist die Hauptstadt Dänemarks und liegt auf den Inseln Seeland und Amager. Sie ist Sitz der dänischen Regierung und Monarchie. Über die Öresundbrücke ist Kopenhagen mit der schwedischen Stadt Malmö verbunden.
| Einwohner (der Kommune) | 638.100 |
|---|---|
| Fläche | 88,25 km² |
| Gründung | 1167 |
Was hat Kopenhagen zu bieten?
Die Hauptstadt unseres Nachbarlands Dänemark ist für die bunten Häuschen, die kleine Meerjungfrau und die vielen Fahrräder bekannt. Außerdem gilt sie als Mode- und Designmetropole des Nordens, denn hier findet zum Beispiel zweimal im Jahr die Copenhagen Fashion Week statt und in kaum einer anderen Stadt sind so viele Modelabels ansässig.
Doch die Küstenstadt mit rund 632 Tausend Einwohnern hat noch viel mehr zu bieten: Den Sitz der dänischen Königsfamilie, viele kulinarische Überraschungen und nicht zuletzt die Kanäle, die die Inselstadtteile miteinander verbinden.
Die Anreise
Flugzeug
Von Deutschland aus reist man nach Kopenhagen am schnellsten und auch relativ günstig per Flugzeug. Beispielsweise dauert es mit einem Nonstop Flug von Düsseldorf aus nur etwas mehr als eine Stunde und auch von München aus nicht viel länger – perfekt für einen Wochenendtrip. Ist man angekommen, ist man am schnellsten mit der Bahn oder Metro in der Innenstadt. Vom Flughafen aus dauert es nur rund 15 Minuten.
Auto & Fähre

Wer vor Ort viel flexibel sein möchte, keinen Flughafen in unmittelbarer Nähe hat oder generell ein Faible für Roadtrips hat, der kann natürlich auch das Auto nehmen. Die Strecke führt über Hamburg und Lübeck über die Fehmarnsundsbrücke bis hoch nach Fehmarn. Hier muss man dann mit dem Auto auf die Fähre fahren, um nach Dänemark überzusetzen. Alle 30 Minuten starten die Verbindungen Puttgarden – Rødbyhavn der Scandlines. Von Puttgarden auf Fehmarn fahren sie 45 Minuten bis ins dänische Rødbyhavn. Von dort dauert es noch gut zwei Stunden bis in die Hauptstadt.
Noch etwas kürzer ist es für Reisende, die von Ostdeutschland aus starten. Eine weitere Fährlinie verkehrt nämlich zwischen Rostock und dem dänischen Gedser. Wer die Fähre vermeiden möchte, kann auch über Norddeutschland bis zur dänischen Grenze fahren.
Bahn
Die grüne und und umweltfreundliche Alternative zum Flugzeug und zum Auto ist der Zug. Die Deutsche Bahn bietet den Super Sparpreis und den Sparpreis Europa, mit dem man bereits ab rund 30 Euro von Hamburg nach Kopenhagen fahren kann. Diese Direktverbindung wird dreimal täglich angeboten und dauert weniger als 5 Stunden.
In der Hochsaison bietet die Bahn auch eine Nachtverbindung an. Etwas längere Strecken, von anderen deutschen Städten aus, kosten ein wenig mehr.
Bus
Alternativ fahren auch Fernbusse von mehreren deutschen Großstädten aus nach Kopenhagen. Von Hamburg aus gibt es sogar eine Direktverbindung des Anbieters Flixbus. Allerdings solle man hier genug Zeit eiplanen, denn für eine Kurzreise dauert die Anfahrt im Verhältnis relativ lang.
Viele weitere Informationen zu den wichtigsten Verkehrsmitteln und wie ihr möglichst komfortabel in das beliebte Urlaubsland reist, findet ihr auf routenplaner.de im Überblick.
Die Top 10 Sehenswürdigkeiten & Unternehmungen in Kopenhagen
Nyhavn

Die bei Touristen beliebteste und wohl bekannteste Ecke Kopenhagens ist Nyhavn, welches zum Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Der Hafen ist mit seiner bunten Häuserreihe direkt am Kanal nicht nur ein wunderschönes Fotomotiv, sondern sowohl im Sommer als auch im Winter ein guter Anlaufpunkt, um die trubelige Seite der Stadt zu erleben. Im Sommer kann man hier in einem der zahlreichen Restaurants ein kühles Bier (dänisch: „øl“) genießen, wohingegen in der Weihnachtszeit ein gemütlicher Weihnachtsmarkt mit Glühwein (dänisch: „Glögg“) lockt.
Ursprünglich war Nyhavn der Handelshafen der Stadt, weshalb sich hier Kneipen und Bars etablierten. Außerdem lebten viele bekannte Künstler in den historischen Häusern, so auch Hans Christian Andersen.
Tivoli

Besonders verrückt ist der Vergnügungspark Tivoli, da er sich mitten in der Stadt befindet. Tritt man durch das Tor am Eingang, befindet man sich plötzlich in einer Märchenwelt. Eröffnet wurde der Park bereits 1843, doch auch alle neuen Objekte wurden im historischen Stil gestaltet. Deshalb ist Tivoli nicht nur wegen der Fahrgeschäfte eine beliebte Sehenswürdigkeit für die ganze Familie, sondern lohnt sich auch für einen Bummel sowie die vor Ort stattfindenden Konzerte und Theaterstücke.
Besonders romantisch wird es in der Weihnachtszeit, da ein Weihnachtsmarkt aufgebaut wird. Dieses Ambiente ist aber auch ganzjährig am Abend zu spüren, wenn der Park bunt beleuchtet wird.
Amalienborg

Schloss Amalienborg ist die Stadtresidenz der dänischen Königin. Hier kann man im Königlichen Museum mehr über die dänische Monarchie und ihre Geschichte erfahren und sich Teile des Gebäudes von Innen anschauen.
Besonders interessant ist die tägliche Wachablösung der Königlichen Leibgarde um 12 Uhr. Sie sehen mit ihren Fellmützen den britischen Wachen vor dem Buckingham Palace sehr ähnlich.
In unmittelbarer Nähe zum Schloss befindet sich Frederiks Kirke. Das auffällige Kuppeldach der Kirche kann im Rahmen einer geführten Tour betreten werden.
Rundetårn

Rundetårn bedeutet auf Deutsch nichts anderes als „runder Turm“ und genau darum handelt es sich auch. Er wurde im 17. Jahrhundert als astronomisches Observatorium gebaut und zeichnet sich durch seinen spiralförmigen Aufgang aus, der anstatt einer Treppe, zur Aussichtsplattform führt. Dies liegt daran, dass früher Pferdewagen Bücher nach oben die Universitätsbibliothek brachten.
Das heutige Highlight ist der begehbare, schwebende Glasboden, von dem aus man runter auf das Innere des Turms blicken kann.
Vor Frelsers Kirke
Wer einen besonders schönen Ausblick über die Stadt (besser als vom Rundetårn!) genießen möchte, sollte zu Vor Frelsers Kirke kommen. Der 90 Meter hohe, schneckenförmig gewundene Turm der Kirche ist über eine Wendeltreppe an der Außenseite zu erreichen. Aber auch das Innere der Kirche lohnt sich anzuschauen.
Botanischer Garten
Für Pflanzen- und Naturfans ist der Botanische Garten die perfekte Sehenswürdigkeit. Hier kann man – mitten in der Stadt – vom Trubel abschalten und gleichzeitig leckere Snacks probieren, den überall stehen Foodtrucks. Es gibt keine Eintrittskosten für den Park selbst, nur für einzelne Gewächshäuser, die aber besonders empfehlenswert sind. Das Highlight ist hier das historische Palmenhaus.
Christiania

Christiania nennt sich eine Freistadt im Kopenhagener Stadtteil Christianshavn, die Anfang der 1970er-Jahre von Hausbesetzern auf einem ehemaligen Militärgelände gegründet wurde. Bis heute handelt es sich um eine autonome, alternative Siedlung mit verschiedenen nachhaltigen Restaurants und Kultureinrichtungen sowie bunten Verkaufsständen für die Touristen. Besonders ist, dass an diesen auch frei mit weichen Drogen gehandelt wird.
Wegen vermeintlicher Bandenkriminalität gerät die Gegend immer wieder in Kritik, ist aber weiterhin bei Touristen sehr beliebt. Wer Christiania besuchen möchte, kann sich einer von Bewohnern geführten Tour anschließen.
Amager Strand
Der Amager Strandpark ist ein beliebtes Naherholungsgebiet und der größte Strand Kopenhagens. Auch wenn er leider nur künstlich angelegt ist, lohnt sich im Sommer ein Ausflug, um an der dänischen Küste baden zu gehen und den Städtetrip mit ein bisschen Erholung zu verbinden. Von der Innenstadt aus dauert es mit der Metro oder mit dem Fahrrad sogar nur 10 Minuten.
Kanalrundfahrt

Mit einer Kanalrundfahrt kann man Kopenhagen vom Wasser aus erleben und entdecken: Die Guides bringen den Reisenden die Stadt näher, während das Boot durch den Hafen, vorbei an charmanten Hausbooten und vielen Sehenswürdigkeiten am Kanal schippert. Auch eines der Wahrzeichen der Stadt, die kleine Meerjungfrau, kann man von hier bestaunen.
Die meisten Fahrten starten in Nyhavn und dauern rund 60 Minuten.
Ausflug nach Malmö
Wer nicht nur auf Kurzreise ist und etwas mehr Zeit mitgebracht hat, kann neben dänischem Flair, auch noch schwedische Kultur erleben. Dafür muss man einfach nur die Bahn über die Öresundbrücke zwischen Kopenhagen und dem schwedischen Malmö nehmen, die alle 20 Minuten verkehrt. Die Fahrt dauert vom Hauptbahnhof nur circa eine halbe Stunde, weshalb sich Malmö perfekt als Tagesausflugsziel eignet. Auch dort gibt es einiges zu sehen und zu erleben.
Der Schwarze Diamant
Der Schwarze Diamant (dänisch: Den Sorte Diamant) ist der moderne, schwarz glänzende Anbau der Dänischen Königlichen Bibliothek. Neben einem Teil der riesigen Bibliothekssammlung findet man hier wechselnde Ausstellungen und einen Konzertsaal, in dem regelmäßig Veranstaltungen stattfinden.
Der Eintritt zur Bibliothek ist grundsätzlich kostenlos, nur für bestimmte Veranstaltungen können Kosten anfallen. Ein Besuch im Café mit Blick auf den Hafen Kopenhagens lohnt sich hier ebenso wie der Besuch im Buchladen des Schwarzen Diamanten.
Ny Carlsberg Glyptotek
Das Kunstmuseum Ny Carlsberg Glyptotek liegt zentral in Kopenhagen, in unmittelbarer Nähe zum Tivoli Vergnügungspark. Neben den verschiedenen dauerhaften und wechselnden Ausstellungen finden in der Ny Carlsberg Glyptotek auch immer wieder Veranstaltungen statt: Konzerte, Yoga-Kurse und besondere Themenabende in einer ganz besonderen Kulisse.
In der Glyptotek kommen sowohl Kinder als auch Erwachsene auf ihre Kosten – es gibt extra Aktivitäten für Kinder und spannende Informationen über Kunst und Kultur für Erwachsene. Um beim Ticketkauf zu sparen, lohnt es sich diese Online zu kaufen – so spart man 10% beim Eintritt.
Schloss Christiansborg

Auf der Insel Slotsholmen, mitten in Kopenhagen, findet man das wunderschöne Schloss Christiansborg. Früher lebten hier Könige und Königinnen – und auch heute hat das Schloss weiterhin eine zentrale politische Bedeutung. Im Schloss befinden sich die drei großen Staatsgewalten Dänemarks: die Legislative, Exekutive und Judikative. Trotzdem ist ein großer Teil von Schloss Christiansborg für Besucher geöffnet und man kann mit einer geführten Tour in die Jahrhunderte alte Geschichte eintauchen.
Besonders beeindruckend ist der hohe Turm, den man für einen fantastischen Weitblick über Kopenhagen besuchen kann.
Schloss Frederiksberg

Ursprünglich wurde das Schloss Frederiksberg als Residenz für König Frederik IV. erbaut. Heute ist das Schloss von einer wunderschönen, weitläufigen Parkanlage umgeben, die für Besucher jederzeit geöffnet ist. Einmal im Monat besteht die Möglichkeit, bei einer Führung auch das Innere vom Schloss zu erkunden und dabei Einblicke in die besondere Architektur und Geschichte zu bekommen.
Schloss Rosenborg

Das Schloss Rosenborg wurde bis zum 17. Jahrhundert als königliche Residenz genutzt, bis es schließlich in ein Museum umgewandelt wurde. Heute ist es eines der beliebtesten Ausflugsziele in Kopenhagen und beeindruckt sowohl mit seinen Innenräumen als auch mit dem umliegenden Rosengarten. Ein Spaziergang im Außenbereich lohnt sich besonders zur Blütezeit, wenn sich der Park in eine märchenhafte Kulisse verwandelt.
Superkilen

Etwas abgelegener liegt der Stadtpark Superkilen, der 2012 eröffnet wurde um die Vielfalt im Stadtteil Nørrebro zu fördern und einen Treffpunkt zu schaffen. Auch wenn der Superkilen nicht die typische grüne Oase ist, begeistert der Park durch seine besondere Architektur und die verschiedenen Bereiche: der Rote Platz, der Schwarze Park und der Grüne Park, die unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten bieten.
Heute ist der Park nicht nur ein Platz für Einheimische, sondern auch ein beliebter Ort für Touristen, um das urbane Leben Kopenhagens zu erleben.
Für weitere Tipps und Sehenswürdigkeiten lohnt sich ein detaillierter Reiseführer.



Weitere Tipps: Gastronomie & Shopping
In Kopenhagen findet man viele hyggelige Cafés sowie eine moderne Gastronomieszene, so zum Beispiel in der Streetfood-Halle Refshaleøen, direkt am Wasser. Hier gibt es auch klassische dänische Speisen und Lebensmittel. Unbedingt probieren sollte man dänische Hot Dogs, die typischen Zimtschnecken – die „Kanelsnegler“ – und natürlich Smørrebrød in allen Variationen. Eines der ältesten Restaurants der Stadt ist das Schønnemanns, das die Brote dick belegt serviert.
Shoppen und Bummeln geht in der Fahrradstadt ebenfalls sehr gut. Dazu empfiehlt sich die Fußgängerzone Strøget, die mehrere Straßen und Plätze verbindet. Im Stadtteil Nørrebro findet man kleine Lädchen und in Vesterbro viele Möbel- und Designstores.
Unterkünfte & Übernachtungen
Generell ist es in Kopenhagen üblicher in Hotels zu übernachten, als in Ferienwohnungen oder Ferienhäusern. Diese findet man eher auf dem dänischen Land. Für die erste Reise nach Kopenhagen ist es ideal, wenn man im Stadtzentrum bzw. der Innenstadt (dänisch „Indre By“) übernachtet, um sich lange Wege zu ersparen. Von dort aus kann man sogar fast alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen.
Außerdem gibt es in der Innenstadt generell eine große Auswahl an Hotels, viele davon mit besonderem Konzept oder Design. Für das kleine Budget findet man natürlich auch Hostels.
Unterwegs in Kopenhagen

Wählt man die Anreise ohne eigenes Auto, gibt es vor Ort verschiedenen Möglichkeiten von A nach B zu gelangen. Da Kopenhagen eine Fahrradstadt ist, bietet es sich auch für Urlauber an, mit dem Fahrrad zu fahren. Zum Beispiel kann man überall an Stationen ein E-Bike leihen, aber es gibt auch klassische Fahrradverleihe.
Für die zentralen Sehenswürdigkeiten wird eigentlich kein Auto benötigt, denn alles liegt nah beieinander und auch sonst ist der öffentliche Nahverkehr in Kopenhagen sehr gut ausgebaut. Für Metro, Bus oder auch Hafenbus lohnt sich die sogenannte Copenhagen Card, ein Citypass speziell für Touristen. Sie verbindet ein umfassendes Ticket für alle Nahverkehrsmittel mit dem Eintritt zu vielen Sehenswürdigkeiten. Dies ist besonders komfortabel und macht Sinn, wenn man viele Attraktionen besuchen möchte, bei denen man Eintritt zahlen muss. Die Karte lässt sich jeweils für einen bestimmten Zeitrahmen buchen.