Nordjütland: Der traumhafte Norden Dänemarks

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Im Norden des dänischen Festlands liegt die Region Nordjütland, die für ihre zahlreichen Strände und rauen Küstengegenden bekannt ist. Hier findet man riesige Wanderdünen, gemütliche Küstenorte und perfekte Bedingungen für Sport im Wasser und Wind. Aber auch kulturell gibt es hier einiges zu entdecken: zahlreiche Museen in der Hauptstadt Aalborg, die historischen Bunkeranlagen am Nordseestrand oder viele Leuchttürme an manchmal unerwarteten Standorten – Nordjütland kann mehr als nur Strand!

Nordjütland
Nordjütland
Nördlichste Region von Dänemark

Die Region Nordjütland (Dänisch: Nordjylland) ist die nördlichste Region Dänemarks und besitzt die niedrigste Einwohnerzahl der fünf Regionen. Sie liegt auf dem dänischen Festland und ist von Stränden und kleinen Küstenorten geprägt. Auch die Insel Læsø gehört zu Nordjütland. Hauptstadt und Verwaltungssitz der Region ist die Stadt Aalborg.

Fläche:7.933 km²
Einwohner:590.322
Bevölkerungsdichte:74 Einwohner pro km²

Nordjütlands Natur: Strandidylle pur

Nordjütland bildet die nördliche Küste von Dänemark und liegt sowohl an Skagerrak und Nordsee, als auch am Kattegat, dazu kommt der Limfjord, der sich ausladend durch die Region zieht – dementsprechend ist die Landschaft und Natur geprägt von (rauer) Küste, Strand und Meer.

Besonders spektakulär und bei Touristen beliebt ist die Rubjerg Knude, die als das Wahrzeichen der Region gilt. Es handelt sich um eine der größten Wanderdünen Europas, die zwischen den Ortschaften Lønstrup und Løkken an der Nordsee liegt, und zum Natura 2000-Schutzgebiet gehört. Sie kann bis zu 100 Metern Höhe erreichen und ist so der höchste Punkt der Steilküste, was sie nicht nur beliebt bei Wanderern macht, sondern auch bei Gleitschirm- und Drachenfliegern. Auch Dänemarks größte Wanderdüne, die Råbjerg Mine, liegt in Nordjütland.

Nordjütland: Sanddüne

Die bekannte Wanderdüne Rubjerg Knude bei Lökken ist etwa 70 Meter hoch.

Nordjütland: Strände

An Nordjütlands Stränden kann man sowohl entspannen, als auch aktiv sein.

Nordjütland Impressionen Natur Grenen Robben

Zahlreiche Robben sind in Nordjütland beheimatet, wie beispielsweise am Strand von Grenen.

Nordjütland: Surfen in Klitmöller

Der Strand von Klitmöller in Nordjütland ist bei Surfern sehr beliebt.

Nordjütland: Blokhus

Die weißen Strandhütten sind typisch für die Strände in Nordjütland.

Aber auch abseits der rauen Steilküste der Düne gibt es viele weitere Küstenregionen und Strände, die einen Ausflug wert sind. Der Strand von Klitmöller ist bei Surfern so beliebt, das er dem Ort zum Spitznamen „Cold Hawaii“ verholfen hat. Besonders die Strände an der Kattegatküste sind bei Familien beliebt, da sie sanft und kinderfreundlich sind. Hier kann man auch spektakuläre Sonnenaufgänge und -untergänge erleben.

Ebenfalls einen Besuch wert ist die Insel Læsø im Kattegat. Hier gibt es nicht nur die meisten Sonnenstunden in Dänemark, sondern auch eine außergewöhnliche Inselnatur – und 100 Kilometer Badestrand. Dazu ist die Insel wie gemacht für Wanderfans, Fahrradfahrer und Reiter. Ein weiteres Highlight in Nordjütland ist Grenen, die Spitze der Region und des dänischen Festlandes. Hier kann man am eigenen Körper fühlen, wie Skagerrak und Kattegat aufeinandertreffen.

Städte und kulturelle Sehenswürdigkeiten in Nordjütland

Die oben bereits erwähnte Wanderdüne bietet neben ihrer spektakulären Aussicht und Natur auch noch eine besondere Sehenswürdigkeit. Hier oben thront der Rubjerg Knude Fyr, ein Leuchtturm, der schon seit 1900 von der Düne aus über die Nordsee wachte. Spektakulär wurde es 2019, als der Leuchtturm, der ein beliebtes Ausflugsziel und Fotomotiv ist, um etwa 70 Meter ins Landesinnere verschoben wurde, da die dänischen Behörden mit einem Absturz in den frühen 2020er Jahren rechneten. Mittlerweile hat der Rubjerg Knude Fyr aber wieder sicheren Boden unter den Füßen und ist beliebt wie eh und je.

Am nördlichen Ufer des Limfjords ist Aalborg beheimatet, die Hauptstadt von Nordjütland und viertgrößte dänische Stadt. Trotz ihrer Größe hat sie ihren Charme und ihre Gemütlichkeit nicht verloren – gerade in den gemütlichen Gassen der Altstadt kann man wunderbar spazieren gehen und die bunte Atmosphäre der Stadt genießen. Zudem gibt es hier auch kulturell einiges zu erleben, beispielsweise in den futuristisch wirkenden Kultur- und Musikzentren Utzon Center und Musikkens Hus. Der Aalborgtårnet bietet zudem auf 55 Meter Höhe einen fantastischen Ausblick über die Stadt und Region, und der örtliche Zoo ist einer der größten in Dänemark.

Nordjütland Impressionen Kultur Leuchtturm

Der Leuchtturm "Rubjerg Knude Fyr" gilt gemeinsam mit der Wanderdüne auf der er steht als Wahrzeichen von Nordjütland.

Nordjütland Impressionen Kultur Aalborg

Großstadtfeeling gibt es in Nordjütlands Hauptstadt Aalborg.

Nordjütland Impressionen Kultur Aalborg Architektur

Aalborg hat einiges zu bieten, darunter futuristisch wirkende Musik- und Kulturzentren.

Nordjütland Impressionen Kultur Klitmöller

Beschaulicher ist dagegen der gemütliche Ort Klitmöller, einer der vielen einladenden Küstenorte in Nordjütland.

Nordjütland Impressionen Kultur Bunker

Am Strand von Lökken findet man Überreste von einer Bunkeranlage, die im zweiten Weltkrieg in Nordjütland errichtet wurde.

Beschaulicher, aber genauso gemütlich ist es in den Küstenorten von Nordjütland. Diese bieten nämlich nicht nur Strand und Meer, sondern häufig ebenfalls spannende Ausstellungen oder Museen. In Blokhus an der Jammerbucht findet man beispielsweise einen beeindruckenden Skulpturenpark, der sich über 20.000 Quadratmeter erstreckt. Zudem gibt es hier das Fårup Sommerland, einen Freizeit- und Wasserpark, der gerade bei Kindern sehr beliebt ist.

Wirklich historisch wird es beim Ort Lökken, wo nicht nur die Wanderdüne auf Besucher wartet, sondern auch eine ehemalige Küstenbatterie mit Bunkeranlage. Direkt am Strand wurde sie zur Zeit des zweiten Weltkriegs, als Dänemark unter deutscher Besatzung stand, als Teil des nordatlantischen Schutzwalls errichtet. Nach Kriegsende überlass man die Anlage der Natur – und dementsprechend ist sie heutzutage teils im Sand versunken oder schon von den Meereswellen umspült.

Kulinarisches Nordjütland: Fisch, Käse, Süßigkeiten

Als Küstenprovinz kommt in Nordjütland natürlich primär alles auf den Tisch, was aus dem Meer kommt – egal ob Fisch, Muscheln oder andere Meeresfrüchte. Erleben kann man dies in den Restaurants und kleinen Fischläden, wo man Fischfrikadellen und Co. probieren kann, oder auf einer der großen Fischauktionen, wie beispielsweise in Skagen.

Ebenfalls typisch für Nordjütland ist Käse – über die Region verstreut gibt es zahlreiche private Molkereien, die schon seit Jahrzehnten Käse herstellen, der den Charakter der Region in ihrem Geschmack und ihrer Konsistenz widerspiegeln. Besonders ist beispielsweise der „Bunker Käse“ der Ingstrup Molkerei, der in der ehemaligen Bunkeranlage in Lökken reift.

Nordjütland Impressionen Kulinarisches Austern

Beliebt sind in Nordjütland vor allem Fisch und Meeresfrüchte, beispielsweise Austern.

Nordjütland Impressionen Kulinarisches Fischfrikadellen

In den Fischläden und -restaurants gibt es zahlreiche Varianten und Sorten von Fisch, auch verarbeitet zu leckeren Fischfrikadellen.

Nordjütland Impressionen Kulinarisches Hartsüßigkeiten

An gleich mehreren Stellen in Nordjütland kann man bei der Herstellung der dänischen Hartsüßigkeiten zuschauen.

Nordjütland Impressionen Kulinarisches Smørrebrød

Auch das Smørrebrød kommt in Nordjütland auf den Tisch, am besten mit lokalem Fisch und Gemüse.

Neben diversen Hofläden, die lokal Angebautes anbieten, ist Nordjütland auch bei Naschkatzen beliebt. Neben dem ökologischen Sahneeis, das in den Molkereien hergestellt wird, gibt es sowohl in Skagen als auch in Lökken Bonbonmanufakturen von Bolcheriet®, wo man die typisch dänischen Hartsüßigkeiten nicht nur kaufen kann, sondern auch bei der Herstellung zuschauen kann.